Samland Baltikum Reisen

Gumbinnen - Gusew
Den Status einer Stadt erhielt Gumbinnen am 24 Mai 1724. Im Jahre 1939 wurde sie zur Hauptstadt eines aus den vier Verwaltungsbezirkes von Ostpreussen.
Im Jahre 1946 wurde der Name vom Helden der Sowjetunion Sergej Nikolaevitsch Gusev, der bei den Ansturm von Gumbinnen ums Leben gekommen ist, der Stadt verliehen. Die Gemeinde Gusevskij liegt im oestlichen Teil des Kaliningrader Gebietes. Im Norden grenzt der Kreis an den Krasnosnamenskij Kreis, im Osten an den Nesterovskij Kreis, im Sueden an den Osjorskij Kreis, im Westen an den Tschernjahovskij Kreis.

Gusev liegt an den malerischen Fluessen Pissa und Krasnaja und wird aus diesem Grunde auch das “Potsdam des Ostens" von vielen genannt.  
Vier breite Straßen, aus jeder Himmelsrichtung eine, laufen rechtwinklig auf den zentralen einstigen Friedrich-Wilhelm-Platz zu, dessen Bild ein palaisartiges Gebäude prägt: die Neue Regierung, 1911 nach Plänen Schinkels erbaut. Der stattliche Bau stammt aus einer Zeit, in der Gumbinnen Hauptstadt des "preußisch-littauischen Regierungsbezirks" war.
.
Der noch heute das Stadtzentrum prägende preußisch-geradlinige Straßenplan geht zurück auf Schultheiß von Unfried, den genialen Baumeister von Friedrich Wilhelm I. Preußens Soldatenkönig ließ den nach der Pestepidemie 1709-12 fast völlig entvölkerten Ort auf dem Reißbrett neu gestalten, der Grundriss brachte Gumbinnen den Beinamen „Potsdam des Ostens“ und 1724 auch das offizielle Stadtrecht ein.
Weil es an Arbeitskräften fehlt, durften sich auf Erlass des Königs Glaubensflüchtlinge aus halb Europa in Gumbinnen ansiedeln. Besonders zahlreich kamen protestantische „Exulanten“ aus Salzburg. Die „Salzburger Kirche“, heute Domizil der evangelisch-lutherischen Gemeinde Gusews, erinnert an dieses Kapitel preußisch-pragmatischer Stadtgeschichte.

Sehenswertes in Gumbinnen
Salzburger Kirche
Schulgebaeude namens Friedrich Wilhelm mit der Freske in der Aula von der Schule, XIX Jahrhundert, Ulitsa Timirjaseva 3
Die Skulptur "Elch" von Ludwig Vordermeier, Bronze
Damm entlang dem Fluss Pissa – der Mitte des 18. Jahrhunderts mit den Haenden von Koenigssoldaten gebaut wurde
Pissa-Brücke
Stadtmuseum