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Heiligenbeil – Mamonovo
Bis zum Jahre 1946 hiess die Stadt Mamonovo Heiligenbeil und war das Zentrum des gleichnamigen Kreises des Verwaltungskreises Koenigsberg. Die Stadt war vom deutschen Orden laut Kulsemskij Recht im Jahre 1301 auf dem Platz der preussischen Burg Sventopil gegruendet worden. Nachdem die Eisenbahn Berlin-Koenigsberg ihren betrieb aufnahm, entwickelte sich die Wirtschaft im Jahre 1853 sehr rasch. In der Stadt gab es folgende Betriebe: das ostpreussische Maschinenbauwerk fuer das Landwirtschaftsinventar (wurde im Jahre 1870 gegruendet), das Holzbearbeitungswerk, das Stahlwerk, das Ziegelwerk, das Flugzeugsreparaturwerk, die Betriebe der Nahrungsindustrie – die Brauerei, die Baeckerei, das Milchwerk. Im Jahre 1935 wohnten in der Stadt ca. 12 Tausend Einwohner. Es gab drei Schulen, ein Krankenhaus. Im Oktober 1935 wurde die Siedlung Rosenberg (Krasnoflotskoje) eingemeindet, hier wohnten 830 Menschen mit einer eigenen Primanerschule, ein Schwimmbad und einen Aufsichtsturm, die Siedlung hatte eine organisierte Hafenwirtschaft und eine Fischfangflotte.

Seit dem Jahre 1947 traegt die Stadt den Namen nach dem des Helden der Sowjetunion Oberstleutnant Nikolaj Vasiljevitsch Mamonov.

Mamonovo ist 47 km von Kaliningrad, 94 km von Bagrationovsk und 4 km von polnischen Grenzstadt Gronovo entfernt. Aus diesem Grunde ist fuer Mamonovo eine Sondergenehmigung erforderlich, die im Uebernachtungspreis enthalten ist. 
Die Verbindung zu Kaliningrad und anderen Staedten des Gebietes geschieht per Auto- und Eisenbahntransport. Ueber Mamonov geht eine Fernverkehrstrasse der zweiten Kathegorie Kainingrad - Mamonovo – Staatsgrenze und eine Zweigbahn (Schmal- und Breitspur), die das Kaliningrader Gebiet mit Polen verbindet.

Sehenswertes in Heiligenbeil
Entlang des Ufers des Stadtsees verlaeuft eine schoene Allee, hier gibt es Reste einer Burgwand aus dem 14. Jahrhundert von einem mittelalterlichen Schloss zu sehen.
Waldort Gospitalnoje. Dieses Ort besitzt eine einzigartige Naturlandschaft und ist bei Touristen sehr beliebt. Nicht weit von hier befindet sich das altertuemliche Heiligtum der Preussen: Romove. Laut der Sage wohnte hier der Feuerpriester oder «Krive», der von oertlichen Bauern verehrt wurde und sie waren ihm zu Willen. Im Jahre 1236 kamen zum Heidentempel Romove die Ritter des deutschen Ordens.