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Wehlau – Snamensk
Im Jahre 1336 erhielt Wehlau Stadtrechte. Aus der Zeit um 1260 stammt die Kirche, eine der ältesten und schönsten der Provinz. 1454 trat Wehlau dem Preußischen Städtebund bei. 1657 wurde Preußen im Wehlauer Vertrag der Alleinherrschaft des Großen Kurfürsten übergeben. Herzog Albrecht bezeichnete Wehlau als seine liebe Rose und soll sich mit dem Gedanken getragen haben, hier statt in Königsberg die Universität zu errichten.

In dem Wehlauer Friedens- und Bündnisvertrage vom 19. September 1657 erfolgte die Anerkennung der Unabhängigkeit des Herzogtums Preußen durch Polen, gegen Rückgabe aller vom Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg in Westpreußen und Ermland gemachten Eroberungen an König Johann Kasimir von Polen. In Wehlau befand sich der größte Pferdemarkt in Ostpreußen bis zur Auslöschung der 800jährigen deutschen Kultur im Jahre 1945 durch die Vertreibung der Einwohner. Nach 1990 wurde die derzeitige Ruine der Wehlauer Deutschordenskirche St. Jacobi durch Spenden der derzeit vetriebenen deutschen Bewohner des Ortes gesichert und ein provisorischer Turm wurde wieder errichtet. Weiterhin wurde eine Hinweistafel angebracht.